about me


1978 in Berlin geboren, wuchs ich ab dem 5ten Lebensjahr in Tirol auf. Seit ich denken kann, wollte ich malen. Von je her konnte ich mich mit einem Blatt Papier und sogar einem Kugelschreiber besser beschäftigen als mit jeder anderen Art von Unterhaltung. Verbrachte lieber Zeit mit mir selbst als mit meinen Mitmenschen und nahm die Dinge meist anders wahr als der Rest. Früh merkte ich, dass bei mir einiges nicht so läuft wie es von der Gesellschaft akzeptiert wird. Bereits mit 17 Jahren zog es mich in die Welt und ich ging nach Wien, wo ich mich auch endlich traute, den Versuch zu unternehmen mich meiner Kunst zu widmen und in der Welt der Kunst Fuß zu fassen. Die Arbeiten verkauften sich gut und schon bald war ich am weg zum „anerkannten freischaffenden Künstler“. So kurz vor dem Ziel und dann kam alles anders. Meine Beziehung ging in die Brüche, ich selbst seit 9 Monaten arbeitslos, da ich mich auf die erste Vernissage konzentrierte und im selben Atemzug verlor ich mein zu Hause. 

In meiner eigenen Wahrnehmung, gescheitert, kroch auch ich zurück in mein Elternhaus und wurde dort schnell wieder auf die Spur des „Systems“ gebracht. Fast zwanzig Jahre später brachte mir nun Corona die Erkenntnis, dass das nie mein Weg sein kann und es auch nie war! Nichts desto trotz, darf ich heute auf einen beachtlichen beruflichen Werdegang zurückschauen, aber es ist nun an der Zeit bei mir an zu kommen! 

Seit 15.03.2020 arbeite ich auf Hochtouren daran meinen Weg zu ebnen und möchte mich nun endgültig der Malerei ver-schreiben. Der Auslöser wieder zu meiner Kunst zu finden war auch hier der absolute Nullpunkt und Emotionen wie Wut, Hass und Verständnislosigkeit wurden so groß dass es nur noch um die Entscheidung ging - weiterleben oder nicht? Durch den Suizid meines Vaters, war klar, dass ist keine Option. Die Alternative: Endlich mein Leben leben! 

Seit 15.03.2020 versuche ich meine Emotionen der letzten 42 Jahre zu verarbeiten und auf die Leinwand zu bannen und zeitgleich mich langsam aus dem System zurück zu ziehen. Begonnen hat es einfach mit dem Versuch, wieder zu malen und passiert ist ein Konzept dass von Anfang an Rund war! There is no black but blacks! Dies war eine Aussage von Monsieur Saint Laurent, was mich dazu brachte auf Farben zu verzichten. Warum? 15 Jahre durfte ich bei meiner Arbeit als Make-up Artist, Farbe dazu verwenden, zu kaschieren, verstecken, aufzuheben und abzulenken. Schwarz ist für mich die ehrlichste aller Farben, wenn gleich es ja keine ist! Schwarz reduziert auf das Wesentliche und macht Dinge sichtbar, die man in bunt vielleicht gar nicht sehen würde. Schwarz lässt kaum Raum für Interpretation. Weiters sind für mich Texturen sehr essentiell. Ich will meine Arbeiten spüren und fühlen! Ich selbst bin ein sehr haptischer Mensch und ich finde meine Arbeiten soll man nicht nur sehen sondern eben auch fühlen! 

Mein Atelier befindet sich auf 1400m und künftig werde ich dort auch leben und versuchen das Ganze aus der Distanz zu betrachten und endlich beginnen eine endlose Zahl an Eindrücken, Einflüssen und vor allem diese absolute Reizüberflutung zu verarbeiten und versuchen mich nicht mehr davon leiten zu lassen.

Ich male, weil ich es Kann! Und nicht weil ich es gelernt habe! Just do it!


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